Mein 1. Halbmarathon hat mein Leben verändert


Der 1. Januar 2007 war mein erster Trainingstag. Bei einem Spiel an Silvester kam uns die Blitz Idee am Heilbronn Halbmarathon im Mai 2007 teilzunehmen. Nachdem die "Wette" entstanden ist waren wir alle keine 10 Minuten später bereits angemeldet.


Wir starteten mit Jogging Anzügen und einfachen Sportschuhen und natürlich ohne Plan bereits am Neujahrstag mit dem Training. Nach 4 km haben wir uns angeschaut und gesagt: "Worauf haben wir uns da eingelassen?!" Trotz der Anfangsschwierigkeiten blieben wir dabei und zogen unser Training und vorhaben wie verabredet durch.


Zwei Monate später gaben zwei meiner Freunde bereits auf. Doch wir anderen blieben dabei und waren so angetan vom Laufen, dass wir uns passende Laufbekleidung und extra Laufschuhe organisierten. Die Zeit bis Mai verging wie im Fluge und wir sammelten viele Laufkilometer. Wir trainierten längere und langsamere Distanzen von 10 - 15 km und kurze schnelle Einheiten von 7 - 10 Km und waren sehr zufrieden mit uns und unserer Leistung. Niemand aus unserem Umfeld inkl. Eltern dachten jemals daran das wir es soweit schaffen würden.


Wir nahmen zusätzlich an organisierten Läufen des Veranstalters teil und ich fühlte mich sofort wohl in der lockeren Atmosphäre der Läuferinnen und Läufer. Die begleiteten Läufe gaben uns nochmal eine extra Motivation. Am Sonntag, den 20.05.2007 war es soweit. Ich stand im Block B am Start des Trollinger Halbmarathon in Heilbronn. Ich war natürlich sehr aufgeregt. Schon bei der Abholung der Startunterlagen spürte ich innerliche Aufregung aber auch Vorfreude. Denn in der Zwischenzeit haben wir uns intensiver mit dem Thema Laufen beschäftigt und ich fühlte mich bereit für den großen Tag.


Um Punkt 08:00 h fiel der Startschuss für die 1. Laufgruppe. Meine Nervosität stieg rasant an. 5 Minuten später zählte der Sprecher unseren Startblock an: 5, 4, 3, 2, 1! Ein Schuss aus der Pistole und es ging los. Meine beiden Freunde und ich haben beschlossen, dass wir zu Beginn zusammen bleiben. Wir fühlten uns "MEGA GUT". Die ersten Kilometer liefen wir durch die Innenstadt und durch den Stadtpark. Danach ging es in Richtung Weinberge. Ab Km 10 haben wir entschieden, dass nun jeder für sich läuft, um die individuelle Wunschzeit zu erreichen.


Ich verpflegte mich ordentlich und nahm an jeder Verpflegungsstation genug Wasser und isotonische Getränke auf. Die Strecke führte nun durch die Weinberge, an blühenden Rapsfeldern und am Steinbruch vorbei. Die Zuschauer am Streckenrand motivierten jede/n einzelnen von uns Läufern. Die Musikgruppen in der Stadt und die Stimmung am Streckenrand waren für mich einzigartig und unvergesslich. Nur noch 2 km bis zum Ziel und es ist gleich vollbracht.


Die letzten 500 m mit Einlauf ins Frankenstadion waren für mich unvergesslich. Ich gab nochmal alles und im Ziel war ich so überwältigt von den vielen Eindrücken und Erlebnissen, dass ich ein paar Freudentränen verdrückte. Ich bekam eine Medaille und war überglücklich darüber, dass ich meine Traumzeit von 1:50:34 h bei meinem 1. Halbmarathon erreichte. Als meine Freunde ins Ziel kamen belohnten wir uns mit einem alkoholfreien Radler und aßen Brezeln und Kuchen.


Mein Entschluss stand fest. Ich starte beim nächsten Heilbronner Halbmarathon. Jahre später meldete ich mich beim größten Triathlon Verein von Baden Württemberg, dem TRI TEAM Heuchelberg an. Dort begann auch meine Trainerkarriere als Jugend- und Kindertrainer. Im Sommer 2015 nahm ich an meinem 1. Triathlon teil.


Heute betreue ich bereits im 5. Jahr als Personal Trainer vor allem Menschen die sich entscheiden an einer Sportveranstaltung teilzunehmen und begleite diese bei Ihren ersten Wettkampferfahrungen. Dem Kinder und Jugendtraining bin ich treu geblieben. Vor allem Familien buchen mich für regelmäßiges Sport Training, oder für Kinder und Jugendlich zum Schwimmen.

35 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen